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Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata mit progredientem Verlauf.

Sie ist die häufigste Erkrankung der Prostata. Bei jedem zweiten Mann zwischen dem 50. und dem 60. Lebensjahr und in mehr als 80 Prozent der Männer über 80 Jahre liegt eine Vergrößerung der Prostata vor. Die klinischen Symptome umfassen einerseits die Prostatavergrößerung selbst, die Blasenobstruktion und untere Harnwegssymptome (verzögertes Harnlassen, verlängerte Blasenentleerung, abgeschwächter Harnstrahl, Harnstottern, Nachträufeln, Gefühl der unvollständigen Entleerung und Druckgefühl sowie häufiges Harnlassen tagsüber und nachts, starker Harndrang und Dranginkontinenz). Der Einfluss dieser Beschwerden kann die Lebensqualität sehr stark beeinträchtigen.

Als Optionen für die Behandlung sind das „Watchful Waiting“ (regelmäßige Kontrolle ohne therapeutisches Eingreifen bei milder Symptomatik), eine medikamentöse Therapie mit pflanzlichen Präparaten, Alphablockern oder 5-alpha-Reduktasehemmern und operative Verfahren in Betracht zu ziehen.1

 

1 Haberfeld H., Sommerakademie Pörtschach 2010 – Die Vorträge der 3. Session. ÖAZ, 2010, 64: 704-707.